Jung & Weise – Jugendbeteiligung

Das Partizipationsprogramm „Jung & Weise“ wurde vom Netzwerk „Welt der Kinder“ in Zusammenarbeit mit der Weitblickgesellschaft und Vorarlberger Gemeinden/Regionen entwickelt. Es zielt darauf ab, junge Menschen dabei zu unterstützen, ihre Anliegen zu formulieren und anschließend in ihrer Lebenswelt umzusetzen. Sie sammeln Ideen für Projekte und Initiativen, prüfen sie gemeinsam mit Experten im Feld oder bei Generationendialogen, und schreiten dann zur Tat. „Jung & Weise“ ist ein Follow-Up-Projekt für Kinder, die das World Peace Game gespielt haben und nun selbst aktiv werden wollen für die Themen, die sie bewegen. In der Kinderzeitung „Kinderstimme“ können sie ihre Projekte und Initiativen der Öffentlichkeit präsentieren.

Keywords:

Kinderpartizipation, Kinderrechte, Generationendialoge, Kindercafé, Projektarbeit mit Kindern und Jugendlichen, Kinderzeitung

Ausgangssituation

Österreich hat die von der UN-Kinderrechtskonvention formulierte Kinderrechts-Charta bereits 1990 unterzeichnet und 2011 in den Verfassungsrang erhoben. Darin festgehalten sind neben anderen wichtigen Rechten auch das Vorrangrecht des Kindeswohls in all jenen Belangen, die das Kind direkt betreffen, sowie das Recht auf Mitbestimmung und Teilhabe bei politischen und privaten Entscheidungen. Wir haben als Gesellschaft die Verantwortung, diese Recht nun zur Geltung zu bringen.

Lösungsansatz

Durch die kontinuierliche Begleitung der Kinder und Jugendlichen durch die Verantwortlichen vom Netzwerk „Welt der Kinder“ erhalten sie Gelegenheit, von ihrem Recht auf Mitbestimmung, Teilhabe, Bildung sowie Spiel und Freizeit Gebrauch zu machen und sich aktiv in die Entscheidungsprozesse in ihrer Lebenswelt einzubringen.

Das Projekt

Die Prozessbausteine von „Jung & Weise“ bauen auf dem Kinderbeteiligungsprogramm von Welt der Kinder auf und führen dieses fort. Im Volksschulalter erhalten Kinder in Form von Seminaren eine Einführung in Kinderrechte und die Entscheidungsprozesse in Gemeinden. Kinder werden darin unterstützt, in Form von eigenen Kinderkonferenzen ihre Anliegen zu Gehör zu bringen und entwickeln daraus auch von Kindern angetriebene Programme und Projekte.

Darauf aufbauend erhalten Jugendliche die Möglichkeit, im World Peace Game ihre Einblicke zu vertiefen, eigene Vorhaben zu entwickeln und umzusetzen. Im Rahmen unterschiedlicher Veranstaltungsformate wird in der Folge breite Netzwerkarbeit im „professionellen Dorf“ (der NGO’S), auf Gemeindeebene und über Medien in der Gesellschaft als Ganzes durchgeführt. MitWeitblick ist Co-Förderer der Programmentwicklung von „Welt der Kinder“: Die Begleitung der World Peace Games werden zur Hälfte, die Generationendialoge jung&weise und die Vernetzungsarbeit zur Verbreitung des Programms außerhalb Vorarlberg werden überwiegend von MitWeitblick finanziert.

Die Effekte

Direkte Ergebnisse: Die Kinder kennen ihre Rechte und machen Selbstwirksamkeitserfahrungen bei der aktiven Gestaltung ihrer Umwelt und Mitwelt.

Mittelfristige Auswirkungen: Die politische Kultur der involvierten Gemeinden wird gestärkt und die Kinder und Jugendlichen in ihrem Willen zur Verantwortungsübernahme gefördert.

Langfristige Auswirkungen: Die Kinderrechte werden umgesetzt, demokratisches Bewusstsein wird gestärkt und die heranwachsende Generation begegnet den Herausforderungen der Zeit mit Zuversicht und Selbstbewusstsein.

Mag. Matthias Mittelberger

Ansprechpartner

Mag. Matthias Mittelberger

Kooperationspartner

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World Peace Game – Friedensarbeit und Kinderpartizipation