Projektförderung: GUT LESEN – GERNE LESEN – Lesesymposium 2020

Lesen zu können ist eine jener Schlüsselfertigkeiten, die unsere Kinder und Jugendlichen brauchen, um ihren Lebensweg gut und erfolgreich gehen zu können. Ohne diesen „Schlüssel“ – das Lesen – bleibt den Menschen der Bildungsweg, die soziale Integration und die Arbeitswelt verschlossen. Das erste Vorarlberger Lesesymposium für Pädagog*innen und Bibliothekar*innen bot den ca. 160 Teilnehmer*innen eine Vielfalt an Angeboten, Fachinformationen, Workshops und Ideen rund um das Thema „Leseförderung“.

Keywords:

Leseförderung, Lesemotivation, Leselernstrategien, „Von der Lesekompetenz zur Lesemotivation“

Ausgangssituation

Eine gute Lesekompetenz ist eine wesentliche Voraussetzung für kritisches Denken und aufgeklärtes Bürgertum. Gemäß der Auswertung der OECD-Studie „Programme for the International Assessment of Adult Competencies“ (STATISTIK AUSTRA, 2013) verfügen 7,1% der 16- bis 65-Jährigen in Österreich, fast eine Million Menschen, über eine niedrige Lesekompetenz und sind dadurch mit möglichen Benachteiligungen im Beruf und Alltag konfrontiert. Lesen ist die wichtigste Kulturtechnik und ist eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche Bildungsprozesse. Die Entwicklung von Lesekompetenz und Lesemotivation zählen zu den zentralen Aufgaben der Bildungseinrichtungen. Der individuelle Leselernprozess und die Lesemotivation stehen im Mittelpunkt einer gezielten Leseförderung. Nicht zuletzt sind WhatsApp & Co, Computer- und Konsolenspiele, globale Blockbuster und Handy-Mania wichtige Themen und bieten mögliche Verknüpfungen mit aktueller Kinder- und Jugendliteratur, spannenden Sachbüchern sowie den digitalen Medien.

Lösungsansatz

Das Lesesymposium 2020, welches zukünftig regelmäßig fortgeführt werden soll, bildet den Auftakt zu einer kontinuierlichen Begleitung und Unterstützung der Pädagog*innen in ihrem wichtigen Aufgabenbereich (Lesediagnose, Leselernprozess, Lesemotivation). Von entscheidender Bedeutung ist der „Blick über den Tellerrand“ – das Kennlernen erfolgreicher Leseprojekte aus den Nachbarländern – die Vernetzung der Pädagog*innen, und das aktuelle Fachwissen, das in der Praxis (Bildungseinrichtungen und Bibliotheken) angewendet werden kann.

Das Projekt

Das Symposium richtete sich an alle Schulstandorte und Bibliotheken des Landes Vorarlberg. Nach einer offiziellen Begrüßungsansprache durch Landesrätin Frau Dr. Barbara Schöbi-Fink wurden die ca. 160 Teilnehmer*innen durch den Hauptvortrag von Frau Dr. Christine Kranz (Stiftung Lesen) in die Themenwelt des Lesens eingeführt. Neun Workshops, die sich mit den unterschiedlichsten Bereichen der Leseförderung und Lesemotivation beschäftigen, standen den Teilnehmer*innen offen und wurden schon im Vorfeld rege gebucht.

Die Effekte

Die Pädagog*innen vernetzen sich, lernen neue Ansätze und Forschungsergebnisse kennen, suchen neue Wege – im Sinne der Kinder!

  • Direkte Ergebnisse (Output): Bereits am Tage des Symposiums wurden entsprechende Kontakte geknüpft, Fachbücher und Fachwissen mitgenommen und in die Lehrerteams der Schulstandorte getragen.
  • Mittelfristige Auswirkungen: Die Vernetzung der einzelnen Pädagog*innen wird gestärkt. Die Themenfelder (Lesen, Leselernprozess, …) werden in den Mittelpunkt gerückt und werden auch an den Schulstandorten thematisiert.
  • Langfristige Auswirkungen (Impact): Die Themen „Lesen und Sprache“ werden zu zentralen Themen an den Schulstandorten. Das Lesesymposium wird alle zwei Jahre stattfinden, um die Vernetzung und das Fachwissen aktuell und nachhaltig sicherzustellen.

Ansprechpartner

FI Dipl. Päd. Angelika Walser BEd

Literaturverzeichnis

  • STATISTIK AUSTRIA (2013). Schlüsselkompetenzen von Erwachsenen – Erste Ergebnisse der PIAAC-Erhebung 2011/12. Wien: STATISTIK AUSTRIA

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Nächstes Projekt

Projektförderung: Marie, die Vorarlberger Straßenzeitung